Der Wintersportverein Tailfingen stellt sich Ihnen vor | Drucken |

 

Der vereinseigene Skilift Albstadt-Tailfingen mit Alpin-Pistengelände

Blick vom Vereinsheim auf das Pistengleände

Vereinsheim (links), Skilift-Talstation, Familien- und Alpinabfahrt, "Schneestern"-Snow-Funpark

 

Zusammenfassung wichtigster Infos über den Wintersportverein Tailfingen

Vereinseigener Skilift am Schloßberg (seit 1964, im Jahr 2000 modernisiert und auf 500m Schlepplänge erweitert).

Alpin- und Familienabfahrt: 500m und 850m lang - beide Abfahrten kompett beleuchtet durch 43 Flutlichtstrahler.

Erste international zertifizierte FIS-Rennstrecke der Schwäbischen Alb - Rennveranstaltungen des WSV Tailfingen.

"Schneestern"-Snow-Funpark - einzigartig auf der Schwäbischen Alb - überregionaler Treff der Freestyle-Freaks.

Maschinelle Präparierung beider Abfahrtsstrecken und vom Snow-Funpark durch leistungstarken Top-Pistenbully.

Alpine Vereins-Ski-Rennmannschaft - das erfolgreiche WSV-RACE-TEAM nimmt an zahlreichen Ski-Rennen teil.

DSV-Ski- und Snowboardschule im Wintersportverein Tailfingen - unsere Lehrkräfte führen Kurse am Skilift durch.

Vereinsheim-Gaststätte "Skihaus Schalkental" / Aprés-Ski-Schneebar / diverse gesellige Vereins-Veranstaltungen.

Jährliche SKIBÖRSE - seit Jahrzehnten landesgrösster Wintersportartikel-Spezialmarkt - internationales Publikum.

"Sommerhalbjahr"-Liftbetrieb in Kooperation mit dem Bikepark Albstadt (jeden Samstag, Sonntag und Feiertag).

Last not least: Über das Pistengelände und die SKIBÖRSE wurde mehrfach im TV - Radio und Presse berichtet.

 

Vereins-Chronik des WSV Tailfingen: Markante Fakten - Events uvm.

Hinweis: Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit der erwähnten Ereignisse und Sonstiges.  

Auf Mitteilung der zahlreichen rein sportlichen Vereins-Erfolge wurde bewusst verzichtet, da sie

den Rückblick-Umfang deutlich sprengen würden - wir bitten um Ihr tolerantes Verständnis!

 

1924   Vereinsgründung durch 40 Skikameraden am 13. Dezember 1924 im Tailfinger "Hotel Ochsen".

1925   Beschluss: Abhaltung von Skikursen, Bau einer Eis- und Rodelbahn in der Melbernsteige.

1930   Bau der Braunhartsberg-Skischanze, die man unter Beteiligung mehrer Gau-Vereine einweihte.

1935   1. Tailfinger Skitag mit über 200 Teilnehmern am Start beim Abfahrtslauf, Slalom und Langlauf.

1939   Durch schrecklichen 2. Weltkrieg wurden alle Wintersport-Aktivitäten in Tailfingen eingestellt,

           Viele Skikameraden mußten als Soldat dienen - einige bezahlten den Einsatz mit dem Leben!

1945   Nach Kriegsende untersagte die Französische Besatzungsmacht individuelle Vereinsexistenz,

           deshalb wurde ein "Sportverein Tailfingen" gegründet, Wintersport-Leiter war Manfred Blaier.

1949   Bei einer Sitzung im Mai beschlossen die Wintersportler, den WSV Tailfingen wiederzubeleben.

1950   Ab Freitag, den 12. Mai 1950 wurde der Wintersportverein Tailfingen eigenständig fortgesetzt.

           Ausbau der Braunhartsberg-Schanze auf 40m-Sprungweite - Initiator: Vorstand Gottlieb Haug.

1951   Rund 30 Springer des Vereins nahmen erfolgreich an Bezirks-Tag- und Nachtspringen teil.

1952   Braunhartsberg-Skischanze durch Erdrutsch zerstört - Einstellung aller Skisprung-Aktivitäten.

1953   Man konzentrierte sich mehr und mehr auf den alpinen Skisport - Ausübung im Schalkental.

           Kurt Bitzer legte die Lehrwart-Prüfung erfolgreich beim Deutschen Skiverband ab - er und

           Jugendleiter Gerd Keinath bauten zusammen Schüler- und Jugendarbeit auf, die im Bezirk

           Südwestalb und im Schwäbischen Skiverband bald als vorbildlich anerkannt wurde. Diese

           zielstrebige Anstrengung brachte dem WSV Tailfingen später sportlich "reiche Ernte" ein.

1954   Die Abfahrtsstrecke im Schalkental wurde erweitert, entforstet und kontinuierlich ausgebaut.

1958   Der WSV Tailfingen richtete im Schalkental erstmals die Alpinen Bezirksmeisterschaften aus.

1959   Alpine Bezirksmeisterschaften fanden im Schalkental unter Regie des WSV Tailfingen statt.

1963   In Zusammenarbeit mit den Schulen: Schülerskitag mit Lang- und Abfahrtslauf durchgeführt.

           Bau vom Tailfinger Schloßberg-Skilift - aus träumerischer Utopie wurde Wirklichkeit!

           Die Mitgliederversammlung beschloss mehrheitlich (eine Enthaltung) den Skiliftbau im Schalkental.

           In 5 Monaten konnte er durch Einsatz von 80 Mitgliedern unter Regie von Hans Maier, Kurt Bitzer

           und Manfred Blaier ohne Unfall verwirklicht werden. Am 04.11.1963 begann Doppelmayr mit der

           Liftmontage und am 16.11.1963 wurde Richtfest nach insgesamt 4500 Arbeitsstunden gefeiert.

1964   Endlich Schnee: Erst-Inbetriebnahme vom Schloßberg-Skilift Tailfingen am 11.01.1964.

1965   Die Schloßberglift-Alpin-Piste wurde mit Flutlicht ausgestattet / Bericht im ARD-Fernsehen.

           Schwäbische Skischule Tailfingen wurde als neue Wintersportvereins-Abteilung gegründet.

           Der Sportkreis Balingen hielt im Schalkental seinen Skijugendtag ab / über 250 Teilnehmer.

1967   1. Verbandsoffener Spezialtorlauf des WSV T. / Beteiligung von Läufer/-innen aus nah und fern.

1970   Schülerskitag am Tailfinger Skilift / 400 Mitwirkende am Start / WSV bewährte sich als Organisator.

1971   Der Pistenbully "Ratrac" wurde vom WSV Tailfingen erworben und fortan im Winter eingesetzt.

           Bau eines zusätzlichen kurzen Kinderlifts, der jedoch einige Jahre später entfernt wurde.

1973   1. Karl-Rainer-Schneider-Gedächtnistorlauf des WSV Tailfingen in Bolsterlang (Allgäu).

            Der WSV Tailfingen führte jahrelang im Gebirge diverse BaWü-Cup-Rennen durch.

1974   50jähriges Vereins-Jubiäum: Gala-Event in der Zollern-Alb-Halle mit Stargästen / Festschrift.

1977   1. SKIBÖRSE - WSV Tailfingen startet Serie vom landesgrößten Wintersportartikel-Spezialmarkt.

            Im Skilift-Kassenhaus neuer Schneebericht-Telefon-Anrufbeantworter-Service - 07432 - 33 22

1978   Der Rohbau vom WSV-Vereinsheim "Skihaus Schalkental" entsteht unter Regie von Architekt

           und WSV-Wanderwart Karl-Heinz Merz. Richtfest am Samstag, 02.09.1978 - Stunden später,

           am 03.09.1978 um 06:08 Uhr ist Tailfingen das Epizentrum des schwersten Erdbebens in

           Deutschland seit 1911,mit Stärke 5.7, das insgesamt zig Millionen Gebäudeschäden verursacht.

           Der erfreulicherweise völlig intakt gebliebene Skihaus-Rohbau wird von WSV-Mitgliedern spontan

           als "Notküche" genutzt - da ihre Wohnungen beschädigt sind. (Erdbeben-Infos unter "Vereinsheim")

           Die ARD-Tagesschau und andere Medien berichten ausführlich über die Folgen des Erdbebens.

1979   Das neue WSV-Vereinsheim "Skihaus Schalkental" wird am 01. Dezember feierlich eröffnet.

1981   1. Medico-Cup des WSV Tailfingen in Grasgehren (Allgäu) - weitere Events dieser Art folgten.

1984   20jähriges-Skilift-Jubiläum: Großes Fest im Schalkental u. a. Show "Schloßberg in Flammen".

           Einweihung der neuen Familien-Abfahrt, die zuvor durch viel Eigenleistung erstellt worden war.

           Deutsche Alpine Schüler-Skimeisterschaften in Bolsterlang (Allgäu), gemeinsam ausgerichtet

           durch Albstadt-Vereine: WSV Ebingen, SC Truchtelfingen, SC Onstmettingen und WSV Tailfingen.

1985   Neuer PistenBully (Marke Kässbohrer) sorgt für bessere Befahrungs-Qualität auf den Abfahrten.

           Zusätzlich spurt der WSV die Degerfeld-Langlaufloipe ab diesem Zeitpunkt insgesamt 20 Jahre

           lang. Nach Ablauf des Stadtverwaltung-Vertrags dann weitere 10 Jahre auf pure Vereinskosten! 

1988   Bau der großen Pistenwalzen-Garage mit Ski-Rennbüro, unterirdische Verkabelung bis Start.

1989   25jähriges Skilift-Jubiläum: Wegen Schneemangel konnte leider kein Event durchgeführt werden..

1990   Erstes WSV-Info-Heft erscheint - ab diesem Zeitpunkt jedes Jahr eine WSV-News-Neuauflage.

1994   Bau vom Snow-Funpark zwischen Familien- und Alpinabfahrt - mit diversen Einrichtungen.

1995   Modernisierung der Flutlicht-Beleuchtung mit Ausweitung auf Länge der Familien-Abfahrt.

           Ausbau vom Snow-Funpark auf 20.000qm - Freestyle-Events werden erstmals durchgeführt.

1997   Runderneuerung der Steuerungs und -Antriebs-Technik vom Skilift - Langbügel-Umstellung.

1998   Bezirkscup-Rennen des WSV Tailfingen in Bizau (Bregenzer Wald) / später weitere Rennen

1999   75jähriges Vereins-Jubiläum: Gala-Event in der Zollern-Alb-Halle mit Stargästen / Festschrift

2000   Der Skilift Albstadt-Tailfingen wurde modernisiert und verlängert auf insgesamt 500m

           Schlepplänge und das alte Lift-Kassenhaus durch Neubau ersetzt - die hinzugekommenen

           Pistenflächen hat man mit Flutlicht ausgestattet - Geländekorrekturmaßnahmen fanden statt.

           Im Februar wurde die neue Homepage online geschaltet - eine der ersten Vereins-Websites.

2001   25. SKIBÖRSE - das SWR-Fernsehen berichtet in der Sendung "Baden-Württemberg aktuell"

           1. SNOW-NIGHT am Tailfinger Skilift mit Rahmenprogramm: Show, Skier- und Boradercross.

2002   Internationaler Skiverband: Tailfinger Alpin-Abfahrt erhält Zertifikat FIS-Rennstrecke.

           SWR-Fernsehen und -Radio berichten über die erste FIS-Rennstrecke der Schwäbischen Alb.

2003   Der WSV ergänzt seine Internet-Präsenz durch Webcam - montiert auf dem Skihaus-Dach.

2004   25jähriges Bestehen vom WSV-Vereinsheim "Skihaus Schalkental" - intensives Fest.

           40jähriges Skilift-Jubiläum: SNOW-NIGHT - Party - kostenloses Liften - Speed-Contest.uvm.

2006   Ausbau Snow-Funpark in Kooperation mit dem europaweiten Spezial-Anbieter "Schneestern".

2009   SNOW-NIGHT: Party - Show - gratis Liften - Skier- und Boardercross / SWR-Fernsehen zu Gast.

           Kauf vom Kässbohrer-PistenBully,300 Park, leistungsstärkstes Gerät der Schwäbischen Alb.

           In Kooperation mit dem Bikepark Albstadt ist der WSV-Skilift in den "Sommermonaten" in Betrieb.

2010   SWR-Fernsehen: Erstmals live ausgestrahlter Landesschau-Bericht direkt vom Tailfinger Skilift.

           WSV-Bezirkscup-Skirennen mangels Natur- auf Kunstschnee des kooperativen WSV Ebingen.

2011   Lift-Betrieb für Bikepark Albstadt erfolgreich fortgesetzt - enormer überregionaler Bikerzuspruch.

           35. SKIBÖRSE - landesgrößter Wintersportartikel-Spezialmarkt in der Zollern-Alb-Halle Albstadt.

2012   Gemeinsam mit vier weiteren Albstädter Vereinen wird der 1. Albstädter Kids-Cup organisiert.

2013   Vor genau 50 Jahren wurde über viele Monate hinweg der Tailfinger Skilift durch Eigenleistung

           und Unterstützung von Spezialfirmen erstellt (siehe Eintrag vom Jahr 1963). Dieser inzwischen

           modernisierte und verlängerte Skilift war während der Wintersaion 2012/13 durch insgesamt

           gute Schneelage überdurchschnittlich lang in Betrieb. Auch konnten Rennsport-Veranstaltungen

           Ski- und Snowboardkurse neben dem allgemeinen Liftbetrieb durchgeführt werden.

2014   50jähriges Skilift-Jubiläum: Am 11. Januar 2014 jährt sich zum 50. mal die Erst-Inbetriebnahme

           vom Tailfinger Skilift - berechtigter Grund für den WSV Tailfingen, diesen Anlass gebührend

           durch Events zu feiern!

         

Anmerkung: Seit 1965 hat das Fernsehen - ebenso auch mehrere Radio-Stationen - mehrfach sowohl

über das Tailfinger Pistengelände, als auch die SKIBÖRSE im Lauf der Jahre diverse Beiträge gesendet.

Auch waren Journalisten verschiedener Presseorgane in Vorbereitung ihrer Berichterstattung bei uns zu

Gast. Der WSV Tailfingen hat folglich erfreulich viel Medienpräsenz, wofür wir uns herzlich bedanken!

Für künftige Anfragen stehen wir selbstverständlich gerne kooperativ zur Verfügung.

 

Vereinsführung seit 1924 bis heute

Jahr 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Kassier Schriftführer
 1924  

  1924

  Alfred Wörner

   1924

   Jakob Holweger

   1924

   Jakob Holweger

   1924

   Otto Kern

 1928

  1928

  Eduard Saleth

    wiedergewählt

   Jakob Holweger

   wiedergewählt

   Jakob Holweger

   wiedergewählt

   Otto Kern

 1933

  1933

  Heinrich Merz

   1933

   Paul Bitzer

   1933

   Paul Bitzer

   1933

   Max Feurer

 1936

  wiedergewählt

  Heinrich Merz

   1936

   Willi Merz

   1937

   Paul Blickle

   wiedergewählt

   Max Feurer

 1950

  1950

  Gottlieb Haug

   1950

   Paul Blickle

   1950

   Manfred Blaier

   1950

   Helmut Bitzer

 1960

  wiedergewällt

  Gottlieb Haug

   1960

   Manfred Blaier

   1960

   Helmut Bitzer

   1960

   Paul Bitzer

 1962

  1962

  Hans Maier

   1962 – 1969

   Gottlieb Haug

   1962 – 1969

   Helmut Bitzer

   1962 – 1967

   Paul Bitzer

 1966

  wiedergewählt

  Hans Maier

   1969

   Kurt Bitzer

   1969 – 1973

   Heinz Merz

   1967 – 1973

   Peter Conzelmann

 1970

  wiedergewählt

  Hans Maier

   wiedergewählt

   Kurt Bitzer

   1973 – 1976

   Karl-Eugen Ammann

   1973

   Heinz Merz

 1976

  1976

  Jürgen Frank

   1976 - 1988

   Siegfried Knopp

   1976 – 1993

   Gerhard Knopp

   wiedergewählt

   Heinz Merz

 1988

  wiedergewählt

  Jürgen Frank

   1988

   Thomas Blickle

   1993 - . 1998

   Jörg Bitzer

   wiedergewählt

   Heinz Merz

 1990

  1990

  Joachim Bitzer

   wiedergewählt

   Thomas Blickle

   1993 - . 1998

   Jörg Bitzer

   wiedergewählt

   Heinz Merz

 1998

  wiedergewählt

  Joachim Bitzer

   wiedergewählt

   Thomas Blickle

   1998

   Roland Knittel

   wiedergewählt

   Heinz Merz

 2008

  2008

  Thomas Merz

   wiedergewählt

   Thomas Blickle

   wiedergewählt

   Roland Knittel

   wiedergewählt

   Heinz Merz

 

 

Interessantes aus der Vereinsgeschichte - der unvollständige Bericht wird nach und nach ergänzt

Nordischer Skisport: Ex-Ski-Sprungschanze am Braunhartsberg

Alpine Skisport-Entwicklung im Schalkental am Nordhang des Schloßbergs 

In den Anfangsjahren dominierte Nordischer Skisport. Ein Höhepunkt war der arbeitsintensiv aufwendige Bau

der damals stattlichen Braunhartsberg-Sprungschanze. Auf der für frühere Verhältnisse anspruchsvollen

Ski-Schanze, welche in der Nachkriegszeit weiter ausgebaut wurde, fanden vor zahlreichem Publikum viele

lokal bedeutende Wettbewerbe statt. Doch dann verursachte ein urplötzlicher Erdrutsch das jähe Ende aller

Anstrengungen - die durch viel Eigenleistung erstellte Ski-Schanze war überraschend total unnutzbar gewor-

den! Lähmendes Entsetzen unter den Vereinsmitgiedern! Ganz sicher - hätte die tolle Ski-Schanze länger in-

takt existiert - sie wäre durch kontinuierlichen Ausbau zur bedeutenden Wettkampfstätte geworden.

 

Noch heute kann man bei genauer Ortsbesichtigung am steilen Nordhang des Braunhartsbergs die Außmaße

der einstigen Schanzenanlage besichtigen, die jedoch durch Baumbewuchs und die Natur inzwischen nur noch

mit Mühe ansatzweise erkennbar ist. Von diesem markanten Erdrutsch-Rückschlag erholte sich der Nordische

Skisport in Tailfingen nicht mehr so richtig und man wandte sich zunehmend dem Alpinen Skisport zu.

 

Obwohl an eingen Hängen rund um Tailfingen das alpine Skifahren intensiver ausgeübt wurde, konzentrierte

man sich mehr und mehr auf den heutigen Standort im Schalkental am Schloßberg-Nordhang. Dort bestand

zunächst im oberen Steilhang nur eine ganz schmale Waldschneise als Fahrstrecke und im unteren Bereich

standen viele Obstbäume.Trotz dieser rustikalen Bedingungen wurden bereits erste Skirennen veranstaltet,

aber auch der Breitensport kam immer intensiver auf, denn das Schalkental wurde zum Treffpunkt der heimi-

schen und regionalen Skisportszene.

 

Maschinelle Pistenpräparierung war damals noch unbekannt - mühsam verdichtete man den Schnee durch

Treten mit angeschnallten Ski um eine befahrbare Piste entstehen zu lassen. Da man beschwerlich mit auf-

geschulterten Ski zu Fuß auf den Berg hochgehen musste, konnte im Vergleich zu heute nur eine spärliche

Anzahl von Abfahrten absolviert werden!

 

Oft wurde über einen Skilift-Bau diskutiert und im Ex-Vereinslokal "Rössle" entwarf man scherzhaft "Skilift-

Aktien" auf Bierdeckeln. Das Projekt Skilift-Erstellung im Tailfinger Schalkental reifte jedoch im Lauf der

Jahre zunehmend immer mehr, ohne dass man sich zunächst die Realisierung ernsthaft erhoffte.

 

Als in der Nachbargemeinde Onstmettingen (heute ebenfalls Stadtteil von Albstadt), der erste Skilift auf der

Schwäbischen Alb durch die Sportkameraden vom befreundeten Skiclub im Ruchtal verwirklicht wurde, be-

kamen jene skilift-begeisterten WSV-Mitglieder immer mehr Motivation und wachsenden Zuspruch, die schon

lange ebenso die Absicht hatten, das Tailfinger Schalkental mit einer Liftanlage auszustatten. Letztendlich

wurde dann aus der ursprünglichen Utopie tatsächliche Wirklichkeit!

 

Entstehung vom Tailfinger Skilift - Ausweitung des Pistengeländes

Im Jahr 1963 ging mit den monatelang andauernden Bauarbeiten rund um die Erstellung des "Schloßberglifts"

durch den WSV Taifingen dann dieser Wunschtraum in Erfüllung. Mittels gemeinschaflich tatkräftiger Unterstüt-

zung vieler Mitglieder, aber auch örtlicher Handwerksbetriebe und der Stadtverwaltung Tailfingen (mit dem un-

vergessenen Bürgermeister Hermann Schöller an der Spitze), wurde das zukunftsträchtige Skilift-Großprojekt

verwirklicht. Unter Regie unseres einstigen 1. Vorsitzenden Hans Maier und Vize Gottlieb "Gollé" Haug (später

zum SSV-Bezirks-Vorsitzenden gewählt und dann leider viel zu früh gestorben) realisierte man das besondere

Skilift-Bau-Projekt. Es entstand in Tailfingen der zweite Skilift auf der gesamten Schwäbischen Alb!

 

Am Samstag, den 11. Januar 1964 konnte der mit enorm ehrenamtlicher Eigenleistung entstandene Lift, nach-

dem der sehnlichst erhoffte Schnee endlich gefallen war - voll Stolz erstmals in Betrieb genommen werden. Im 

Lauf der Jahre erfolgte mehr und mehr durch Waldabholzung (heute grasbewachsene Flächen) die Erweiterung

des Pistengeländes, ergänzt durch die Erstellung der Flutlichtbeleuchtung. Das ARD-Fernsehen hat damals

erstaunlicherweise darüber berichtet, was einst örtlich als absolute Sensation empfunden wurde. Dann kam 19

Jahre später die Familienabfahrt hinzu - die man ebenfalls durch immense WSV-Eigenleistung verwirklichte

und mit Flutlicht ausstattete. Beide Abfahrten und der Snow-Funpark werden abends beleuchtet!

 

Bau vom WSV-Vereinsheim "Skihaus Schalkental"

Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1978/79, unterstützt durch Mitglieder-Eigenleistung, unter Regie des

Architekten und WSV-Wanderwarts Karl-Heinz Merz und Vorstand Jürgen Frank sowie "Vize" Siegfried Knopp

erstellt. Der Verein reagierte auf die Tatsache, dass für den wachsenden Skilift-Besucherstrom ein Gastraum,

sanitäre Einrichtungen und Toiletten dringend notwendig waren.

 

Gewaltiges Erdbeben überschattete nachträglich das Skihaus-Richtfest

Am Samstag, den 02.09.1978 fand das amüsante Richtfest innerhalb des Rohbaus statt. Viele WSV-Bau-Helfer

fanden sich ein und verbrachten gemeinsam die stimmungsvolle Party, die bis lang nach Mitternacht andauerte

Wenige Stunden später, am Sonntag, den 03.09.1978 wurde die gesamte Bevölkerung um 06:08 Uhr urplötz-

lich heftig aus dem Schlaf "gerüttelt". Das schwere Erdbeben mit Epizentrum Tailfingen erschütterte die Region

durch Stärke 5,7 der seismologischen Internationalen Richterskala - war laut Medien-Berichten, im Umkreis von

bis zu 400km spürbar, zudem sei es seit 1911 das heftigste Erdbeben in Deutschland gewesen. Es verursachte

vor allem in Tailfingen und anderen Albstädter Stadtteilen, ebenso auf der benachbarten Burg Hohenzollern un-

zählige Gebäude-Sachschäden. Nach Schätzung der Münchner Rück-Versicherung umfaßten die Kosten insge-

samt 275 Millionen DM (ohne Folgeschäden). Nur durch die Tatsache, dass sich das Erdbeben frühmorgens am

Sonntag ereignete, kam es glücklicherweise zu keinen Todes-Opfern. Allen, welche damals diese immense Natur-

gewalt erlebten, ist es dauerhaft tief in Erinnerung geblieben. Einzelne WSV-Mitglieder deren Wohnungen divers

beschädigt waren, nutzten den intakt gebliebenen Skihaus-Rohbau an jenem Sonntag spontan als "Notküche"

 

Vor allem in Tailfingen sah es durch das Erdbeben aus, wie nach einem "Bombenangriff" - war damals vielfach

in der Presse zu lesen. Es herrschte absoluter Ausnahmezustand. Viele Gebäude und Fabrikschornsteine

mußten wegen Einsturzgefahr abgerissen werden, Ganze Straßenzüge waren wochenlang gesperrt. Aus ganz

Baden-Württemberg waren Feuerwehren mit Drehleitern monatelang im Einsatz - auch die Bundeswehr und viele

andere Kräfte halfen mit. Die ARD-Tagesschau brachte am Tag des Bebens die Meldung darüber am Anfang der

Sendung als wichtigste Nachricht und man sah umfangreiche Filmberichte. Auch während der Folgetage wurde

in der Tagesschau immer wieder intensiv berichtet - ebenso in zahlreichen anderen Medien. Erst nach vielen

Monaten kehrte in Tailfingen einigermaßen Normalität ein, nachdem man die zigfachen Schäden repariert oder

gänzlich neuerstellt hatte.

 

Aus purer Sicht des WSV Tailfingen: Sowohl das im Bau befindliche Vereinsheim, als auch der Skilift haben

damals die Folgen des Erdbebens unbeschadet überstanden.

 

Erfreulichere Infos rund ums Skihaus Schalkental

Die offizelle Vereinsheim-Einweihung fand im Beisein geladener Ehrengäste am 1. Dezember 1979 statt.

Inzwischen ist das Skihaus Schalkental für manchen WSV´ler fast zur "zweiten Heimat" geworden. Auch die

Gäste aus nah und fern nutzen das Vereinsheim oft zum obligatorischen "Einkehrschwung". Wie einst, wird

das gastliche Skihaus auch heute nach wie vor durch ehrenamtliche Helfer/-innen des Vereins bewirtet.

 

Auf der erweiterten, im Bedarfsfall per Zeltüberdachung geschützten Freifläche vor dem WSV-Vereinsheim

steht unsere beliebte Aprés-Ski-Schneebar - dank Initiative von Vereinsmitgliedern (aus dem Bereich der

Skischule) als stabile Holzkonstruktion dauerhaft verwirklicht. Sowohl bei Veranstaltungen - als auch Lift-

betrieb wird die Bar als "Anlaufstelle" durch alt und jung gern genutzt. Drinks und Imbiss sind im Angebot. 

 

Im Jahr 2000/01: Komplette Skilift- und Flutlicht-Modernisierung 

Durch die Lift-Verlängerung und deutliche Ausweitung der beiden Pistenflächen auf den höchsten Punkt des

Schloßbergs, ergänzt durch diverse Geländekorrekturen, wurden die notwendigen Voraussetzungen für die

heutige Attraktivität geschaffen. Sie ist durch die zusätzliche Entstehung vom "Schneestern"-Snow-Funpark

noch weiter gewachsen. Um den Skilift überregional besser ortsbezogen bekannt zu machen, wurde beschlos-

sen, die Namensgebung "Schloßberglift" zu ändern, um stattdessen "Skilift Albstadt-Tailfingen" nach außen

zu publizieren. Vereinsintern wird seitdem unser Lift als "Skilift am Schloßberg" bezeichnet.

 

Abfahrts- und Funpark-Präparierung durch leistungsstarken Pistenbully

Um die umfangreichen Flächen im Winter noch besser maschinell präparieren zu können, entschlossen sich

die Vereins-Verantwortlichen im Jahr 2009 zur Anschaffung vom leistungsstärksten Pistenbully im gesamten

Albgebiet, der unser bisheriges, veraltetes Modell ersetzt und für optimale Bedingungen in Abhängigkeit der

Naturschneelage sorgt. Dieser gebraucht erworbene Pistenbully wurde zuvor im Herstellerwerk Kässbohrer

(Laupheim) total generalüberholt, alle Verschleißteile durch Neuteile ersetzt, sodass das Fahrzeug durch zu-

sätzliche Außenlackierung "wie neu aussehend" angeliefert wurde. Dieser Pistenbully  ist seitdem bei uns im

Einsatz, mit unseren Ehrenamtlichen am Steuer. Es verfügt über eine spezielle Einrichtung zum Präparieren

vom "Schneestern"-Snow-Funpark, ebenso können beide Abfahrten - auch der alpine Steilhang - bei Bedarf

maschinell bearbeitet werden, um - in Abhängigkeit von der individuellen Natur-Schneelage -  möglichst gute

Bedingungen durch den hochgebirgstauglichen Pistenbully zu erzielen.

 

Internet-Präsenz des WSV Tailfingen

Die WSV-Homepage wurde am 16.02.2000 als eine der ersten Vereins-Websites in heimischer Umgebung

online geschaltet. Im Verlauf des Jahres 2003 "schoß" die auf dem Dach des Vereinsheims neu installierte

Webcam erstmals Bilder vom Pistengelände. 2009 wurde diese Webcam durch ein neues Modell ersetzt.

 

 

... Ergänzung und Fortsetzung des Berichts ist in Vorbereitung und wird baldmöglichst publiziert.

Wir danken Ihnen für das Interesse rund um den WSV Tailfingen!

 

                                                                     >>  Homepage-Startseite