Vereins-Chronik

 

Historische Bilder vom Tailfinger Skilift

im Schalkental am Nordhang des Schloßbergs

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Vereins-Archiv-Fotos aus den 1960er - und 1970er-Jahren vom Skilift Albstadt-Tailfingen

Im Jahr 1963 wurde der Skilift in ehrenamtlicher Vereins-Regie erstellt, dann im Verlauf

der Jahrzehnte modernisiert, verlängert (im Jahr 2000) und das Pistengelände erweitert.

 

 

 

Vereins-Chronik des WSV Tailfingen: Markante Fakten - Events uvm.

 

Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit der erwähnten Ereignisse und Sonstiges. Auf Mitteilung der zahlreichen rein sportlichen Vereins-Erfolge wurde bewusst verzichtet, da sie den Rückblick-Umfang deutlich sprengen würden - wir bitten um Ihr tolerantes Verständnis!

 

              1924  Vereinsgründung durch 40 Skikameraden am 13. Dezember 1924 im Tailfinger Hotel Ochsen.

 

              1925   Beschluss: Abhaltung von Skikursen, Bau einer Eis- und Rodelbahn in der Melbernsteige.

 

              1930   Bau der Braunhartsberg-Skischanze, die man unter Beteiligung mehrer Gau-Vereine einweihte.

 

              1935   1. Tailfinger Skitag mit über 200 Teilnehmer am Start beim Abfahrtslauf, Slalom und Langlauf

 

              1939   Durch den schrecklichen 2. Weltkrieg wurden alle Wintersport-Aktiviäten in Tailfingen eingestellt.

                                        Viele Skikameraden mußten als Soldat dienen - einige bezalten den Einsatz mit dem Leben!

 

              1945   Nach Kriegsende untersagte die Französische Besatzungsmacht individuelle Vereinsexistenz,

                                       deshalb wurde ein "Sportverein Tailfingen" gegründet, Wintersport-Leiter war Manfred Blaier.

 

              1949   Bei einer Sitzung im Mai beschlossen die Wintersportler, den WSV Tailfingen wiederzubeleben.

 

              1950   Ab Freitag, den 12. Mai 1950 wurde der Wintersportverein Tailfingen eigenständig fortgesetzt.

                                       Ausbau der Braunhartsberg-Schanze auf 40m-Sprungweite - Initiator: Vorstand Gottlieb Haug.

 

              1951   Rund 30 Springer des Vereins nahmen erfolgreich an Bezirks-Tag- und -Nachtspringen teil.

 

              1952   Braunhartsberg-Skischanze durch Erdrutsch zerstört - Einstellung aller Skisprung-Aktivitäten.

 

              1953   Man konzentrierte sich mehr und mehr auf den alpinen Skisport - Ausübung im Schalkental.

                                        Kurt Bitzer legte die Lehrwart-Prüfung erfolgreich beim Deutschen Skiverband ab - er und

                                       Jugendleiter Gerd Keinath bauten zusammen Schüler- und Jugendarbeit auf, die im Bezirk

                                       Südwestalb und im Schwäbischen Skiverband bald als vorbildlich anerkannt wurde. Diese

                                       zielstrebige Anstrengung brachte dem WSV Tailfingen später sportlich "reiche Ernte" ein.

 

              1954   Die Abfahrtsstrecke im Schalkental wurde erweitert, entforstet und kontinuierlich ausgebaut.

 

              1958   Der WSV Tailfingen richtete im Schalkental erstmals die Alpinen Bezirksmeisterschaften aus

.

              1959   Alpine Bezirksmeisterschaften fanden im Schalkental unter Regie des WSV Tailfingen statt.

 

              1963   In Zusammenarbeit mit den Schuler: Schülerskitag mit Abfahrts- und Langlauf durchgeführt.

                                       Bau vom Tailfinger Schloßberg-Skilift - aus träumerischer Utopie wurde Wirklichkeit!

                                   Die Mitgliederversammlung beschloss (eine Stimm-Enthaltung) den Skiliftbau im Schalkental.

                                       In 5 Monaten konnte er durch Einsatz von 80 Mitgliedern unter Regie von Hans Maier, Kurt Bitzer

                                       und Manfred Blaier ohne Unfall verwirklicht werden. Am 04.11.1963 begann Doppelmayr mit der

                                       Liftmontage und am 16.11.1963 wurde Richtfest nach insgesamt 4500 Arbeitsstunden gefeiert.

 

              1964   Endlich Schnee: Erst-Inbetriebnahme vom Schloßberg-Skilift Tailfingen am 11.01.1964.

 

              1965   Die Schloßberglift-Alpin-Piste wurde mit Flutlicht ausgestattet / Bericht im ARD-Fernsehen.

                                       Schwäbische Skischule Tailfingen wurde als neue Wintersportvereins-Abteilung gegründet.

                                       Der Sportkreis Balingen hielt im Schalkental seinen Skijugendtag ab / über 250 Teilnehmer.

 

              1967  1. Verbandsoffener Spezialtorlauf des WSV T. / Beteiligung von Läufer/-innen aus nah und fern.

 

              1970   Schülerskitag am Tailfinger Skilift / 400 Mitwirkende am Start / WSV bewährte sich als Organisator.

 

              1971   Der Pistenbully "Ratrac" wurde vom WSV Tailfingen erworben und fortan im Winter eingesetzt.

                                        Bau eines zusätzlichen kurzen Kinderlifts, der jedoch einige Jahre später entfernt wurde.

 

              1973  1. Karl-Rainer-Schneider-Gedächtnistorlauf des WSV Tailfingen in Bolsterlang (Allgäu).

 

                                        Der WSV Tailfingen führte jahrelang im Gebirge diverse BaWü-Cup-Rennen durch.

 

              1974   50jähriges Vereins-Jubiäum: Gala-Event in der Zollern-Alb-Halle mit Stargästen / Festschrift.

 

              1977   1. SKIBÖRSE - WSV Tailfingen startet Serie vom landesgrößten Wintersportartikel-Spezialmarkt.

                                        Im Skilift-Kassenhaus neuer Schneebericht-Telefon-Anrufbeantworter-Service - 07432 - 33 22

 

              1978    Der Rohbau vom WSV-Vereinsheim Skihaus Schalkental entsteht unter Regie von Architekt

                                         und WSV-Wanderwart Karl-Heinz Merz. Richtfest am Samstag, 02.09.1978 - Stunden später,

                                         am 03.09.1978 um 06:08 Uhr ist Tailfingen das Epizentrum des schwersten Erdbebens in

                                         Deutschland seit 1911, mit Stärke 5.7, das insgesamt zig Millionen Gebäudeschäden verursacht.

                                         Der erfreulicherweise völlig intakt gebliebene Skihaus-Rohbau wird von WSV-Mitgliedern spontan

                                         als "Notküche" genutzt - da ihre Wohnungen beschädigt sind. (Erdbeben-Infos unter "Vereinsheim")

                                         Die ARD-Tagesschau und andere Medien berichten ausführlich über die Folgen des Erdbebens.

 

              1979    Das neue WSV-Vereinsheim Skihaus Schalkental wird am 01. Dezember feierlich eröffnet.

 

              1981    1. Medico-Cup des WSV Tailfingen in Grasgehren (Allgäu) - weitere Events dieser Art folgten.

 

              1984    20jähriges-Skilift-Jubiläum: Großes Fest im Schalkental u. a. Show "Schloßberg in Flammen".

                                         Einweihung der neuen Familien-Abfahrt, die zuvor durch viel Eigenleistung erstellt worden war.

                                         Deutsche Alpine Schüler-Skimeisterschaften in Bolsterlang (Allgäu), gemeinsam ausgerichtet

                                         durch Albstadt-Vereine: WSV Ebingen, SC Truchtelfingen, SC Onstmettingen und WSV Tailfingen.

 

              1985    Neuer PistenBully (Marke Kässbohrer) sorgt für bessere Befahrungs-Qualität auf den Abfahrten.

                                        Zusätzlich spurt der WSV die Degerfeld-Langlaufloipe ab diesem Zeitpunkt 20 Jahre lang.

 

              1988   Bau der großen Pistenwalzen-Garage mit Ski-Rennbüro, unterirdische Verkabelung bis Start.

 

              1989   25jähriges Skilift-Jubiläum: Wegen Schneemangel konnte leider kein Event durchgeführt werden.

 

              1990   Erstes WSV-Info-Heft erscheint - ab diesem Zeitpunkt jedes Jahr eine WSV-News-Neuauflage.

 

              1994   Bau vom Snow-Funpark zwischen Familien- und Alpinabfahrt - mit diversen Einrichtungen.

 

              1995   Modernisierung der Flutlicht-Beleuchtung mit Ausweitung auf Länge der Familien-Abfahrt.

                                        Ausbau vom Snowpark auf 20.000qm - Freestyle-Events werden erstmals durchgeführt.

 

              1997   Runderneuerung der Steuerungs und -Antriebs-Technik vom Skilift - Langbügel-Umstellung.

 

              1998   Bezirkscup-Rennen des WSV Tailfingen in Bizau (Bregenzer Wald) / später weitere Rennen.

 

              1999   75jähriges Vereins-Jubiläum: Gala-Event in der Zollern-Alb-Halle mit Stargästen / Festschrift.

 

              2000   Der Skilift Albstadt-Tailfingen wurde modernisiert und verlängert auf insgesamt 500m

                                       Schlepplänge und das alte Lift-Kassenhaus durch Neubau ersetzt - die hinzugekommenen

                                       Pistenflächen hat man mit Flutlicht ausgestattet - Geländekorrekturmaßnahmen fanden statt

                                       Im Februar wurde die neue Homepage online geschaltet - eine der ersten Vereins-Websites.

 

              2001   25. SKIBÖRSE - das SWR-Fernsehen berichtet in der Sendung "Baden-Württemberg aktuell"

                                       1. SNOW-NIGHT am Tailfinger Skilift mit Rahmenprogramm: Show, Skier- und Boradercross.

 

              2002   Internationaler Skiverband: Tailfinger Alpin-Abfahrt erhält Zertifikat FIS-Rennstrecke.

                                        SWR-Fernsehen und -Radio berichten über die erste FIS-Rennstrecke der Schwäbischen Alb.

 

              2003   Der WSV ergänzt seine Internet-Präsenz durch Webcam -montiert auf dem Skihaus-Dach.

 

              2004   25jähriges Bestehen vom WSV-Vereinsheim "Skihaus Schalkental" - intensives Fest.

                                       40jähriges Skilift-Jubiläum: SNOW-NIGHT - Party - kostenloses Liften - Speed-Contest.uvm.

 

              2006   Ausbau Snowpark in Kooperation mit dem europaweiten Spezial-Anbieter "Schneestern".

 

              2009   SNOW-NIGHT: Party - Show - gratis Liften - Skier- und Boardercross / SWR-Fernsehen zu Gast.

                                        Kauf vom Kässbohrer-PistenBully,300 Park, leistungsstärkstes Gerät der Schwäbischen Alb.

                                        In Kooperation mit dem Bikepark Albstadt ist der WSV-Skilift in den "Sommermonaten" in Betrieb.

 

              2010   SWR-Fernsehen: Erstmals live ausgestrahlter Landesschau-Bericht direkt vom Tailfinger Skilift.

                                        WSV-Bezirkscup-Skirennen mangels Natur- auf Kunstschnee des kooperativen WSV Ebingen.

 

              2011   Lift-Betrieb für Bikepark Albstadt erfolgreich fortgesetzt - enormer überregionaler Bikerzuspruch.

                                       35. SKIBÖRSE - landesgrößter Wintersportartikel-Spezialmarkt in der Zollern-Alb-Halle Albstadt.

 

              2012   Gemeinsam mit vier weiteren Albstädter Vereinen wird der 1. Albstädter Kids-Cup organisiert.

                                        Das SWR-Fernsehen sendet einen ausführlichen Nachrichten-Bericht über die 36. SKIBÖRSE.

 

              2013   Vor genau 50 Jahren wurde über viele Monate hinweg der Tailfinger Skilift durch Eigenleistung

                                   und Unterstützung von Spezialfirmen erstellt (siehe Eintrag vom Jahr 1963). Dieser inzwischen

                                   modernisierte und verlängerte Skilift war während der Wintersaion 2012/13 durch insgesamt

                                   gute Schneelage überdurchschnittlich lang in Betrieb. Auch konnten Rennsport-Veranstaltungen

                                   Ski- und Snowboardkurse neben dem allgemeinen Liftbetrieb durchgeführt werden. Während des

                                   Sommerhalbjahrs führte der Bikepark Albstadt erstmals die Baden-Württembergischen Downhill-

                                   Meisterschaften durch. Der Bikepark wird zunehmend von internationalem Publikum genutzt.

                                   Zum Auftakt des 50jahrigen Skilift-Jubiläums wurde am Samstag / Sonntag, 07./08. Dezember

                                   im beheizten Festzelt (stand im Pistenauslauf) gefeiert.

 

              2014  50jähriges Skilift-Jubiläum: Am 11. Januar 2014 jährte sich zum 50. mal die Erst-Inbetriebnahme

                                   vom Tailfinger Skilift - berechtigter Grund für den WSV Tailfingen, diesen Anlass gebührend durch

                                   Events zu feiern! Leider war dies wegen Schneemangel nicht möglich (kein Slilift-Betrieb). Der

                                   Bikepark Albstadt führte erstmals die Deutsche Bike-Downhill-Meisterschaft durch. Auch zu

                                   diesem besonderen Anlass war erneut der Schlepplift des WSV Tailfingen in Betrieb, wie das ganze

                                   Jahr über von Ende März bis Ende Oktober. Das neue Vereinsmaskottchen "Schalki" wurde im

                                   Rahmen vom 1. WSV-Kindertag im Schalkental der begeisterten Jugend vorgestellt.

 

                             2016   40jähriges Skibörse-Jubiläum: Der landesgrösste Wintersportartikel-Spezialmarkt des WSV

                                   Tailfingen fand wieder in der sehr gut besuchten Zollern-Alb-Halle statt. Trotz der runden Jahres-

                                   zahl wurde nicht sonderlich gefeiert, sondern man konzentrierte sich auf die gewohnt reibungslose

                                   organisatorische Abwicklung. Kurz vor Beginn des Winter-Skiliftbetriebs besuchte uns ein SWR-

                                   Fernsehteam um Moderator Harry Röhrle. Viele Skikurse uvm. während der Wintersaison.

 

             2017   SWR-Fernsehen: Drei Berichte wurden über unsere 41. SKIBÖRSE gesendet (SWR Aktuell und

                                   Landesschau). Auch das Radio war durch SWR 1 und SWR 4 in der Zollern-Alb-Halle präsent

                                   und strahlte längere Reportagen aus. Der landesgrösste Wintersportartikel-Spezialmarkt wurde

                                   superstark durch das Publikum genutzt, was zugleich neuen Besucher-Rekord bedeutete. Rund

                                   120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unseres Vereins sorgten auch diesmal wieder für

                                   reibungslosen Ablauf. Nun darf man gespannt auf die bevorstehende Wintersaison sein!

 

 

Anmerkung: Seit 1965 hat das Fernsehen - ebenso auch mehrere Radio-Stationen - mehrfach sowohl über das Tailfinger Pistengelände, als auch die SKIBÖRSE im Lauf der Jahre diverse Beiträge gesendet. Auch waren Journalisten verschiedener Presseorgane in Vorbereitung ihrer Berichterstattung bei uns zu Gast. Der WSV Tailfingen hat folglich erfreulich viel Medienpräsenz, wofür wir uns herzlich bedanken! Für künftige Anfragen stehen wir selbstverständlich gerne kooperativ zur Verfügung.

 

 

 

Vereinsführung seit 1924 bis heute

   

Jahr

1. Vorsitzender

 2. Vorsitzender

 Kassier

 Schriftführer

 1924

1924

Alfred Wörner

1924

Jakob Holweger

1924

Jakob Holweger

1924

Otto Kern

 1928

1928

Eduard Saleth

wiedergewählt

Jakob Holweger

wiedergewählt

Jakob Holweger

wiedergewählt

Otto Kern

 1933

1933

Heinrich Merz

1933

Paul Bitzer

1933

Paul Bitzer

1933

Max Feurer

 1936

wiedergewählt

Heinrich Merz

1936

Willi Merz

1937

Paul Blickle

wiedergewählt

Max Feurer

 1950

1950

Gottlieb Haug

1950

Paul Blickle

1950

Manfred Blaier

1950

Helmut Bitzer

 1960

wiedergewählt

Gottlieb Haug

1960

Manfred Blaier

1960

Helmut Bitzer

1960

Paul Bitzer

 1962

1962

Hans Maier

1962 – 1969

Gottlieb Haug

1962 – 1969

Helmut Bitzer

1962 – 1967

Paul Bitzer

 1966

wiedergewählt

Hans Maier

1969

Kurt Bitzer

1969 – 1973

Heinz Merz

1967 – 1973

Peter Conzelmann

 1970

wiedergewählt

Hans Maier

wiedergewählt

Kurt Bitzer

1973 – 1976

Karl-Eugen Ammann

1973

Heinz Merz

 1976

1976

Jürgen Frank

1976 - 1988

Siegfried Knopp

1976 – 1993

Gerhard Knopp

wiedergewählt

Heinz Merz

 1988

wiedergewählt

Jürgen Frank

1988

Thomas Blickle

1993 - . 1998

Jörg Bitzer

wiedergewählt

Heinz Merz

 1990

1990

Joachim Bitzer

wiedergewählt

Thomas Blickle

1993 - . 1998

Jörg Bitzer

wiedergewählt

Heinz Merz

 1998

wiedergewählt

Joachim Bitzer

wiedergewählt

Thomas Blickle

1998

Roland Knittel

wiedergewählt

Heinz Merz

 2008

2008

Thomas Merz

wiedergewählt

Thomas Blickle

wiedergewählt

Roland Knittel

1973 - 2014

Heinz Merz

 2014

wiedergewählt

Thomas Merz

wiedergewählt

Thomas Blickle

wiedergewählt

Roland Knittel

2014

Claudia Himpel

 

 

Interessantes aus der Vereinsgeschichte

Ex-Ski-Sprungschanze am Braunhartsberg ...

Alpine Skisport-Entwicklung im Schalkental am Nordhang des Schloßbergs 

 

In den Anfangsjahren dominierte Nordischer Skisport beim WSV Tailfingen. Ein Höhepunkt war der arbeitsintensiv aufwendige Bau der damals stattlichen Braunhartsberg-Sprungschanze. Auf der für frühere Verhältnisse anspruchsvollen Skischanze, welche in der Nachkriegszeit weiter ausgebaut wurde, fanden vor zahlreichem Publikum viele lokal bedeutende Wettbewerbe statt. Doch dann verursachte ein urplötzlicher Erdrutsch das jähe Ende aller Anstrengungen - die durch viel Eigenleistung erstellte Skischanze war überraschend total unnutzbar geworden! Lähmendes Entsetzen unter den Vereinsmitgiedern! Ganz sicher - hätte die tolle Skischanze länger intakt existiert - sie wäre durch kontinuierlichen Ausbau zur bedeutenden Wettkampfstätte geworden.

 

Noch heute kann man am steilen Nordhang des Braunhartsbergs die Außmaße der einstigen Schanzenanlage besichtigen, die jedoch durch Baumbewuchs und die Natur inzwischen nur noch mit Mühe ansatzweise erkennbar ist. Von diesem markanten Erdrutsch-Rückschlag erholte sich der Nordische Skisport in Tailfingen nicht mehr so richtig und man wandte sich zunehmend dem Alpinen Skisport zu. Obwohl an eingen Hängen rund um Tailfingen das Skifahren intensiver ausgeübt wurde, konzentrierte man sich mehr und mehr auf den heutigen Standort auf dem Nordhang des Schloßbergs im Schalkental. Dort bestand zunächst im oberen Steilhang nur eine ganz schmale Waldschneise als Fahrstrecke und im unteren Bereich standen viele Obstbäume. Trotz dieser rustikalen Bedingungen wurden bereits erste Skirennen veranstaltet, aber auch der Breitensport kam immer intensiver auf, denn das Schalkental wurde zum Treffpunkt der heimischen und regionalen Skisportszene.

 

Maschinelle Pistenpräparierung war damals noch unbekannt - mühsam verdichtete man den Schnee durch Treten mit angeschnallten Ski um eine befahrbare Piste entstehen zu lassen. Da man beschwerlich mit aufgeschulterten Ski zu Fuß auf den Berg hochgehen musste, konnte im Vergleich zu heute nur eine spärliche Anzahl von Abfahrten absolviert werden!

 

Oft wurde über einen Skilift-Bau diskutiert und im Ex-Vereinslokal "Rössle" entwarf man scherzhaft "Skilift-Aktien" auf Bierdeckeln. Das Projekt Skilift-Erstellung im Tailfinger Schalkental reifte jedoch im Lauf der Jahre zunehmend immer mehr, ohne dass man sich zunächst die Realisierung ernsthaft erhoffte. Als in der Nachbargemeinde Onstmettingen (heute ebenfalls Stadtteil von Albstadt), der erste Skilift auf der Schwäbischen Alb durch die Sportkameraden vom befreundeten Skiclub im Ruchtal verwirklicht wurde, bekamen jene skilift-begeisterten WSV-Mitglieder immer mehr Motivation und wachsenden Zuspruch, die schon lange ebenso die Absicht hatten, das Tailfinger Schalkental mit einer Liftanlage auszustatten. Letztendlich wurde dann aus der ursprünglichen Utopie tatsächliche Wirklichkeit!

 

 


Entstehung vom Tailfinger Skilift - Ausweitung des Pistengeländes

 

Im Jahr 1963 ging mit den monatelang andauernden Bauarbeiten rund um die Erstellung des "Schloßberglifts" durch den WSV Taifingen dann dieser Wunschtraum in Erfüllung. Mittels gemeinschaflich tatkräftiger Unterstützung vieler Mitglieder, aber auch örtlicher Handwerksbetriebe und der Stadtverwaltung Tailfingen (mit dem unvergessenen Bürgermeister Hermann Schöller an der Spitze), wurde das zukunftsträchtige Skilift-Großprojekt verwirklicht. Unter Regie unseres einstigen 1. Vorsitzenden Hans Maier und Vize Gottlieb "Gollé" Haug (zuvor langjähriger 1. Vorstand, später zum SSV-Bezirks-Vorsitzenden gewählt und dann leider viel zu früh gestorben) realisierte man das besondere Skilift-Bau-Projekt. Es entstand in Tailfingen der dritte Skilift auf der gesamten Schwäbischen Alb!

Hans Maier, für den Skilift-Neubau hauptverantwortlicher 1. Vorsitzender erinnert sich: Damals galt es, viele teilweise haarsträubende Auflagen der Behörden zu erfüllen. Der lobenswert von zahlreichen Mitgliedern unterstützte Arbeitseinsatz war enorm, wir mußten beispielsweise am Steilhang die Stümpfe zuvor abgesägter Bäume und Sträucher aufwendig entfernen. 175 teilweise spektakuläre Sprengungen waren dazu erforderlich, welche von einem vereinsdienlichen Experten anleitend durchgeführt wurden. Durch gemeinsame Tatkraft gelang es mit enormem Zeitaufwand, den Skilift zu erstellen und das Pistengelände für den zukünftigen Zweck unfangreich vorzubereiten. Das Forstamt erteilte die Auflage, daß entlang der oberen Steilhangkante nur ein Teil der Waldfläche abgeholzt werden durfte, daraus ergaben sich jahrelange Nutzungs-Schwierigkeiten, die erst später durch einsichtiges Entgegenkommen bereinigt werden konnten. Die Skilift-Trasse, welche heutzutage 500 m Länge beträgt, war im Zuge des Lift-Neubaus in dieser Ausdehnung tabu, da man sich strikt mit der Länge von 400 m begnügen mußte, denn weitere Abholzung lehnte damals das Forstamt ab. Für die tatkräftige Lifterbauungs-Generaton bedeutete die Realisierung des Skilift-Vorhabens immens viel, dazu war gewaltiger Arbeitseinsatz erforderlich, der sich über viele Monate hinzog, inklusive zahlreicher, gemeinsam verbrachter, abendlich geselliger Stunden im angrenzenden Hasenheim. In aller Bescheidenheit möchte ich anfügen, aus eigener Tasche dem Verein den Privat-Kredit in Höhe von einst stolzen DM 10.000 gewährt zu haben - ohne diese förndernde  Summe wäre der Skilift-Neubau nicht zustande gekommen, da für den WSV zu kostspielig! Ebenfalls nach Krediten befragte, andere Leute scheuten hingegen das vermutete Risiko und erteillten dem WSV die Absage. Letztendlich erwies sich der Skilift-Neubau für den WSV Tailfingen als epochal richtige Entscheidung - die weitere, jahrzehntelang positive Entwicklung verdeutlicht dies eindrucksvoll.

Am Samstag, den 11. Januar 1964 konnte der mit enorm ehrenamtlicher Eigenleistung entstandene Lift, nachdem der sehnlichst erhoffte Schnee endlich gefallen war - mit berechtigtem Stolz -  erstmals in Betrieb genommen werden. Im Lauf der Jahre erfolgte mehr und mehr durch Waldabholzung (heute grasbewachsene Flächen) die Erweiterung des Pistengeländes, ergänzt durch Erstellung der Flutlichtbeleuchtung. Das ARD-Fernsehen hat damals erstaunlicherweise darüber berichtet, was einst örtlich als absolute Sensation empfunden wurde. Dann kam 19 Jahre später die Familienabfahrt hinzu - die man ebenfalls durch immense WSV-Eigenleistung verwirklichte und mit Flutlicht ausstattete. Beide Abfahrten und der Snowpark werden abends beleuchtet!

 

 


Bau vom WSV-Vereinsheim Skihaus Schalkental

 

Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1978/79, unterstützt durch Mitglieder-Eigenleistung, unter Regie des Architekten und WSV-Wanderwarts Karl-Heinz Merz und Vorstand Jürgen Frank sowie "Vize" Siegfried Knopp erstellt. Der Verein reagierte auf die Tatsache, dass für den wachsenden Skilift-Besucherstrom ein Gastraum, sanitäre Einrichtungen und Toiletten dringend notwendig waren.

 


Gewaltiges Erdbeben überschattete nachträglich das Skihaus-Richtfest

 

Am Samstag, den 02.09.1978 fand das amüsante Richtfest innerhalb des Rohbaus statt. Viele WSV-Bau-Helfer fanden sich ein und verbrachten gemeinsam die stimmungsvolle Party, die bis lang nach Mitternacht andauerte. Wenige Stunden später, am Sonntag, den 03.09.1978 wurde die gesamte Bevölkerung um 06:08 Uhr urplötzlich heftig aus dem Schlaf "gerüttelt". Das schwere Erdbeben mit Epizentrum Tailfingen erschütterte die Region durch Stärke 5,7 der seismologischen Internationalen Richterskala - war laut Medien Berichten, im Umkreis von bis zu 400 km spürbar, zudem sei es seit 1911 das heftigste Erdbeben in Deutschland gewesen. Es verursachte vor allem in Tailfingen und anderen Albstädter Stadtteilen, ebenso auf der benachbarten Burg Hohenzollern unzählige Gebäude-Sachschäden. Nach Schätzung der Münchner Rück-Versicherung umfaßten die Kosten insgesamt 275 Millionen DM (ohne Folgeschäden). Nur durch die Tatsache, dass sich das Erdbeben frühmorgens am Sonntag ereignete, kam es glücklicherweise zu keinen Todes-Opfern. Allen, welche damals diese immense Naturgewalt erlebten, ist es dauerhaft tief in Erinnerung geblieben. Einzelne WSV-Mitglieder deren Wohnungen divers beschädigt waren, nutzten den intakt gebliebenen Skihaus-Rohbau an jenem Sonntag spontan als "Notküche".


Vor allem in Tailfingen sah es durch das Erdbeben aus, wie nach einem "Bombenangriff" - war damals vielfach in der Presse zu lesen. Es herrschte absoluter Ausnahmezustand. Viele Gebäude und Fabrikschornsteine mußten wegen Einsturzgefahr abgerissen werden, Ganze Straßenzüge waren wochenlang gesperrt. Aus ganz Baden-Württemberg waren Feuerwehren mit Drehleitern monatelang im Einsatz - auch die Bundeswehr und viele andere Kräfte halfen mit. Die ARD-Tagesschau brachte am Tag des Bebens die Meldung darüber am Anfang der Sendung als wichtigste Nachricht und man sah umfangreiche Filmberichte. Auch während der Folgetage wurde in der Tagesschau immer wieder intensiv berichtet - ebenso in zahlreichen anderen Medien. Erst nach vielen Monaten kehrte in Tailfingen einigermaßen Normalität ein, nachdem man die zigfachen Schäden repariert oder gänzlich neuerstellt hatte. Aus purer Sicht des WSV Tailfingen: Sowohl das im Bau befindliche Vereinsheim, als auch der Skilift haben damals die Folgen des Erdbebens unbeschädigt überstanden.

 

 


Infos rund ums Vereinsheim Skihaus Schalkental

 

Die offizelle Vereinsheim-Einweihung fand im Beisein geladener Ehrengäste am 1. Dezember 1979 statt. Inzwischen ist das Skihaus Schalkental für manchen WSV´ler fast zur "zweiten Heimat" geworden. Auch die Gäste aus nah und fern nutzen das Vereinsheim oft zum obligatorischen "Einkehrschwung". Wie einst, wird das gastliche Skihaus auch heute nach wie vor durch ehrenamtliche Helfer/-innen des Vereins bewirtet.

Auf der erweiterten, im Bedarfsfall per Zeltüberdachung geschützten Freifläche vor dem WSV-Vereinsheim steht unsere beliebte Aprés-Ski-Schneebar - dank Initiative von Vereinsmitgliedern (aus dem Bereich der Skischule) verwirklicht. Sowohl bei Veranstaltungen - als auch Liftbetrieb wird die Bar als "Anlaufstelle" durch alt und jung gern genutzt. Drinks und Imbiss sind im Angebot.

Gastraum, Eingangsbereich und Toiletten vom WSV-Vereinsheim wurden im Herbst 2013 intensiv renoviert und neugestaltet - ebenso das Dach saniert.

 

 


Im Jahr 2000 / 2001: Komplette Skilift- und Flutlicht-Modernisierung

 

Durch die Lift-Verlängerung und deutliche Ausweitung der beiden Pistenflächen auf den höchsten Punkt des Schloßbergs, ergänzt durch diverse Geländekorrekturen, wurden die notwendigen Voraussetzungen für die heutige Attraktivität geschaffen. Sie ist durch die zusätzliche Entstehung vom "Schneestern"-Snowpark noch weiter gewachsen. Um den Skilift überregional besser ortsbezogen bekannt zu machen, wurde beschlossen, die Namensgebung "Schloßberglift" zu ändern, um stattdessen "Skilift Albstadt-Tailfingen" nach außen zu publizieren. Vereinsintern wird seitdem unser Lift als "Skilift am Schloßberg" bezeichnet.

 

 


Abfahrts- und Snowpark-Präparierung durch leistungsstarken PistenBully

 

Der langjährige alte PistenBully des WSV Tailfingen wurde im Jahr 2009 durch ein wesentlich leistungsstärkeres Modell ersetzt. Seitdem können die umfangreichen Flächen im Winter noch besser maschinell präpariert werden. Dieser gebraucht erworbene PistenBully wurde zuvor im Herstellerwerk Kässbohrer (Laupheim) generalüberholt, alle Verschleißteile durch Neuteile ersetzt, sodass das Fahrzeug mit frischer Außenlackierung "wie neu aussehend" angeliefert wurde. Es verfügt über eine spezielle Einrichtung zum Präparieren vom "Schneestern"-Snowpark, ebenso können beide Abfahrten - auch der alpine Steilhang - in Abhängigkeit von der individuellen Natur-Schneelage, effektiv maschinell "gestylt" werden, um möglichst gute Pistenverhältnisse zu erzielen.

 

 


Internet-Präsenz des WSV Tailfingen

 

Die WSV-Homepage war am 16.02.2000 als eine der ersten Vereins-Websites in heimischer Umgebung erstmals online. Im Verlauf des Jahres 2003 "schoß" die auf dem Dach des Vereinsheims neu installierte Webcam erste Bilder vom Pistengelände. 2009 wurde diese Webcam durch ein neues Modell ersetzt. Die Homepage des WSV Tailfingen erscheint seit Sonntag, 03. November 2013 in modernisierter Gestaltung.



... Ergänzung und Fortsetzung des Berichts erfolgt nach markanten Ereignissen.
Wir danken Ihnen für das Interesse rund um den WSV Tailfingen!

 

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